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Kurztanzreihe 5 (November 2008)

Geld zu verschenken bei „INKASSO“

Geld oder Liebe, k² – das koreografenkollektiv freiburg hat diesmal einen Blick aufs liebe Geld geworfen.
Den Koreografen war dabei nichts zu teuer. So war beispielsweise ein Tänzerteam unterwegs und verschenkte Zehn-Euro-Scheine ans gemeine Volk. Wie der Mensch darauf reagiert und wie man dies dann tänzerisch umsetzen kann, ist bei „INKASSO“ von Donnerstag, 27. November, bis Sonntag, 30. November, jeweils um 20 Uhr im Freiburger E-Werk zu sehen.
Das Kollektiv selbst wie alle Kulturschaffenden stets abhängig von Förderung und Sponsoren, lässt die Sache mit dem Geld natürlich nicht kalt!
Zur Geldshow gehören kurze Tanzstücke, Kurzfilme und einige grandios spekulative Improvisationen zum Thema – alles miteinander verwoben zu einem unbezahlbaren Programm: Wie viel kostet ein Mensch? Was sind unsere Gliedmaßen wert? Was sind wir bereit, für einen Zehn-Euro-Schein zu tun? Neid, Gier, Maßlosigkeit treiben uns in Ekstase und lassen uns tief fallen. Worin liegt die Lust am Mammon? Angst, Geiz, Finanzkrisen lähmen, lassen uns erstarren oder „ausrasten“.
Mit dabei sind diesmal Oliver Lange und Stephanie Moers vom koreografenkollektiv , Laura Heinecke und Simon Stefani (beide Freiburg), Maka Mamporia (Zürich) und Mirjam Niederöst (Zürich).
Jeder, der Geld hat, darf kommen und einen wunderbaren Abend erleben. Wer nicht genug Geld hat, um den Eintritt zu bezahlen, fälscht noch schnell einen Studierendenausweis oder macht mit beim Losverfahren. Einfach eine E-Mail an info@kurztanzreihe.de schicken und mit etwas Glück die Eintrittskarte gewinnen! Oder bei Ebay Karten ersteigern 3, 2, 1 …

Gesamtregie: Sabine Noll und Kollektiv

Stephanie Moers: „Piggy Banks“
Show: Oliver Lange, Stephanie Moers
Licht: Markus Frietsch
Das Sparschwein ist gefallen. Jetzt liegt das Geld im Dreck. Vielleicht könnte man es waschen. Immerhin stinkt es nicht. Warum eigentlich nicht?
Eine Frau und ein Mann und 30 Sparschweine sind dem Geld und seinen Wirkungen auf der Spur.

Laura Heinecke/Simon Stefani: „SCHEINbar“
Licht: Markus Frietsch
Sie driften auf heißen und kalten Wellen der Schraffierung entlang.
Weglos mit der Gier im Nacken ziehen sie in eine Richtung.
Es hat sich für sie bewährt keines zu besitzen.
Da knüllt und strafft sich das Papier gönnerisch in reichem Rausch...  
Er sitzt auf Scheinen... frostig wird ihre Sucht gesichert.Ein Tanzstück um den Geldschein.

Maka Mamporia: „FINESSENZEN“
Tanz/Choreografie:
Licht: Markus Frietsch
Unbestimmte Richtungen menschlicher Schicksale schließen sich in Kreisen und suchen ihren Platz in den gierigen Räumen unseres vermarkteten Daseins.
Ein Tanz über die "bewegende" Lehre vom Wohlstand und die "Leichtigkeit" improvisierter Armut

Mirjam Niederöst: „How much?“
Licht : Markus Frietsch
Wie viel kostet mein Fuß? Wie viel mein Oberschenkel? Wie viel mein ganzes Bein?
Wie viel kostet es, wenn ich mich bewege? Wie viel, wenn ich stehe? Wie viel, wenn ich gehe?
Eine Tanzperformance über die Diskrepanz, wie viel eine Tänzerin kostet und was sie tatsächlich bekommt. Dieses Solo von Mirjam Niederöst zeigt den absurden Versuch einer Tänzerin, ihren Wert zu definieren, ihr Können zu demonstrieren und sich nicht unter dem eigenen Wert zu verkaufen. Doch wer oder was bestimmt diesen Wert?